Im Februar freiwillig ins Kosovo gefahren
Brüder stellten in Österreich Asylanträge.
Die Brüder waren zuletzt im Jänner nach Österreich eingereist und im Februar freiwillig in das Kosovo zurückgekehrt. Diese Woche wurden sie in Traiskirchen (Bez. Baden) von der Polizei aufgegriffen.
Sie stellten Asylanträge, wurden aber laut einem Bericht in der "Kronen Zeitung" aufgrund widersprüchlicher Aussagen im Auftrag der Bezirkshauptmannschaft Baden in Schubhaft genommen.
Verhandlungen mit ungarischen Behörden
"Ungarn gilt als sicheres Asylland", so Innenministeriumssprecher Rudolf Gollia.
"Nach unseren Erkenntnissen waren sie vorher in Ungarn. Unser Nachbarland gilt nach dem Dublin-Abkommen als sicheres Asylland", wird Rudolf Gollia, Sprecher des Innenministeriums, zitiert.
Der Vertrag von Dublin schreibe vor, dass ein Asylantrag dort bearbeitet werden muss, wo er als Erstes gestellt wurde. Gollia: "Zumindest einer der beiden Brüder hat nachweislich mit Fingerprint in Ungarn schon um Asyl angesucht."
Zwischen den österreichischen und den ungarischen Behörden laufe nun ein Konsultationsverfahren ab, ob die beiden Asylfälle tatsächlich vom Nachbarland übernommen werden.
Dauer des Verfahrens "nicht absehbar"
Wann das Verfahren beendet wird, sei derzeit noch nicht absehbar. Im Schnitt würden Konsultationsverfahren aber etwa zwei Wochen dauern.
Die Verwandtschaft der beiden Männer ändere nichts daran, dass jeder von ihnen als "Einzelfall" bewertet werde, so Gollia. Es könnte also passieren, dass die Brüder gegebenenfalls Asylverfahren in zwei verschiedenen Staaten erwarten.
BZÖ und FPÖ fordern Abschiebung
BZÖ-Generalsekretär Stefan Petzner forderte für die Zogajs einen "Direktflug in den Kosovo".
"Die freiwillige Rückkehr der beiden älteren Zogaj-Brüder im Frühjahr war eine reine Showeinlage", sagte der FPÖ-Spitzenkandidat zur oberösterreichischen Landtagswahl, Manfred Haimbuchner.
[Quelle: noe.orf.at]
Zogaj-Brüder freiwillig in den Kosovo
holy
, 18.09.2009
14:29:00
Zwei Geschwister von Arigona Zogaj - der 18-jährige Alfred und der 20-jährige Alban - sind Donnerstagabend freiwillig in das Kosovo zurückgekehrt. Sie wurden Anfang der Woche in Niederösterreich aufgegriffen und in Schubhaft genommen.
Flugtickets waren bereits gekauft
Zum zweiten Mal freiwillig zurück gekehrt
Die Volkshilfe Oberösterreich, die die Familie betreut, bestätigte am Freitag auf Anfrage der APA einen entsprechenden Bericht der "Kronen Zeitung". Nurie Zogaj habe ihre Söhne noch besuchen wollen, es sei ihr aber mitgeteilt worden, dass sie bereits Flugtickets retour hätten, hieß es.
Die Brüder waren zuletzt im Jänner nach Österreich eingereist und im Februar wieder freiwillig in das Kosovo zurückgekehrt.
Diese Woche wurden sie, vermutlich nach der Einreise über Ungarn, in Traiskirchen (Bezirk Baden) von der Polizei aufgegriffen. Die beiden stellten Asylanträge, wurden aber laut dem Zeitungsbericht aufgrund widersprüchlicher Aussagen im Auftrag der Bezirkshauptmannschaft Baden in Schubhaft genommen.
[Quelle: noe.orf.at]